Die Anschlussstelle im Überblick
Die Versorgungsleitung führt von der Straße zum Gebäude und tritt durch eine Wanddurchführung ins Haus. Am Wasserzähler sitzt der Haupthahn, davor oder dahinter. Danach folgen meist ein Rückflussverhinderer und ein weiteres Ventil.
Die Reihenfolge kann sich unterscheiden, aber das Prinzip bleibt gleich: Absperren, messen, Rückfluss verhindern. Manche Häuser haben zusätzlich einen Filter und einen Druckminderer, die das Hausnetz schützen und regeln.
In Eigenheimen mit Anbau, Garage oder Gartenhaus gibt es oft weitere Abzweige und Absperrventile. Wer das Netz einmal aufzeichnet, findet im Notfall schneller, was wohin führt. Ein Foto der Anschlusswand ist dabei eine schlichte Hilfe, ebenso eine kleine Skizze, die zeigt, welches Ventil welchen Bereich versorgt, etwa Garten, Garage oder Obergeschoss.
Wer wofür zuständig ist
Am Wasserzähler trennt sich die Verantwortung: Mit ihm endet die Netzseite, die Leitung nach dem Zähler gehört zur Hausinstallation und damit zur Eigentümerseite.
Fragen zum Teil vor dem Zähler klären Eigentümer mit dem Versorger.
Das hat praktische Folgen. Ein Austritt zwischen Straße und Zähler wird anders gemeldet als ein Leck nach dem Zähler. Wer zuerst am Absperrventil dreht und dann beobachtet, ob der Austritt aufhört, kann die Stelle grob eingrenzen.
Wird der Strahl am Austritt nach dem Zudrehen dünner und versiegt, steckt der Defekt im Hausnetz hinter dem Ventil. Läuft weiter Wasser, kommt die Leitung davor in Betracht. Diese Logik gilt bei jedem Absperrventil im Haus.
Schließen, beobachten, einordnen: Hört der Austritt auf, steckt der Defekt im Hausnetz.
Anschlussraum kennenlernen
Den Zähler als Messgerät nutzen
Der Zähler ist ein Frühwarnsystem. Schließen Sie alle Hähne im Haus und prüfen Sie, ob sich Zahlen oder das Sternrädchen noch bewegen. Dreht sich etwas, geht hinter dem Zähler Wasser verloren, etwa durch ein Leck, einen Tropfen oder einen undichten Spülkasten.
Wer den Weg des Wassers vom Eintritt bis zum Zähler kennt, handelt im Schadensfall gezielt.
Was am Anschluss tabu ist
Am Zähler selbst und an seinen Plomben wird nichts verändert. Auch Armaturen davor und danach werden nicht umgebaut. Eingriffe an Anschluss, Druckminderer oder Filter übernimmt ein Fachbetrieb für Trinkwasserinstallationen.
Wer undichte Verschraubungen nachzieht oder Dichtband herumwickelt, verschlimmert die Lage meist. Auch Löten oder Kleben an Rohren ist keine Sache für Hausbesitzer. Absperren, auffangen und dokumentieren genügt als erster Schritt.
Tritt Wasser aus Leitungen aus, die vom Gebäudeeingang kommen, hilft die Leistung Rohrbruch. Ist der Keller nass, ohne dass ein Leck sichtbar ist, kann auch ein Rückstau vorliegen, mehr dazu bei Rückstauverschluss im Keller.
Frost und Vorsorge am Hauseintritt
Bei Frost sind Anschlussräume gefährdet, die schlecht gedämmt oder durch offene Kellerfenster ausgekühlt sind. Leitungen am Hauseintritt frieren zuerst ein, weil dort kalte Außenluft auf Metall trifft.
Kellerfenster geschlossen halten, Zugluft vermeiden und Leitungen in kalten Räumen dämmen lassen sind einfache Vorkehrungen. Gefrorene Rohre werden nicht mit Flamme oder Föhn aufgetaut, bei Kunststoff besteht dazu Schmelzgefahr.
Ähnlich gefährdet sind Außenhähne, deren Winterfestmachung bei Außenwasserhahn winterfest machen beschrieben ist. Bei gefrorener Hauptleitung gibt die Leistung Eingefrorene Leitung Orientierung.
Durchsagen zum Thema
- Warum sitzt der Haupthahn oft direkt am Zähler?
- So lässt sich das gesamte Hausnetz an einer Stelle abstellen, bevor Wasser in die Installation fließt. Zugleich bleibt der Zähler zugänglich. Das Absperren ist der Handgriff für Bewohner, der Umbau von Armaturen am Anschluss bleibt dem Fachbetrieb vorbehalten.
- Was, wenn das Absperrventil nicht dicht schließt?
- Dann läuft Wasser durch, obwohl das Ventil zugedreht ist. Zwingen Sie es nicht mit Kraft. Das Ventil selbst ist defekt oder verkalkt. Der Versorger kann die Leitung auf Netzseite absperren, an der Hausseite arbeitet der Fachbetrieb für Trinkwasserinstallationen.
- Wie erkenne ich ein Leck in der Zuleitung im Garten?
- Hinweise sind ein nasser Fleck im Rasen ohne Regen oder ein leises Rauschen im Boden, während der Zähler bei geschlossenen Hähnen stillsteht. Liegt das Leck vor dem Zähler, bleibt es für ihn unsichtbar; Eigentümer melden den Verdacht dem Versorger. Dreht er sich trotz geschlossener Hähne, liegt die Stelle im Haus. Sicherheit gibt nur eine Ortung durch Fachleute. Bis dahin hilft das Schließen des Haupthahns am Zähler.
