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W1Wenn Wasser läuft

Wo sitzt der Haupthahn? Absperrstellen im Haus kennen

Wenn eine Leitung leckt, entscheidet ein einziger Handgriff über das Ausmaß des Schadens: das Wasser abstellen. Das gelingt nur, wenn Sie die Absperrstellen kennen, bevor etwas passiert. Sie sitzen meist an wenigen Stellen, die sich gut merken lassen.

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Hand schließt das Absperrventil an einer Kupferleitung im Keller

Drei Ebenen, drei Absperrstellen

  • Das Wasser lässt sich im Haus an mehreren Stellen stoppen. Ganz vorn sitzt der Haupthahn, der das gesamte Gebäude vom Netz trennt. Dahinter folgen im Mehrfamilienhaus die Strangventile in Keller oder Schacht, die einen senkrechten Leitungsstrang abstellen, dann das Absperrventil der Wohnung und ganz am Ende die Eckventile, die jeweils nur einen einzelnen Verbraucher sperren.

  • Je weiter vorn Sie absperren, desto mehr Zapfstellen sind betroffen. Bei einem Tropfen am Waschbecken genügt das kleine Eckventil darunter. Spritzt dagegen Wasser aus der Wand und Sie wissen nicht, welche Leitung es ist, brauchen Sie die Absperrung der Wohnung oder des ganzen Hauses.

  • In Mehrfamilienhäusern hat oft jede Wohnung ein eigenes Absperrventil. Es lohnt sich, bei einem ruhigen Rundgang herauszufinden, ob das bei Ihnen so ist. Wer erst im Ernstfall sucht, verliert wertvolle Nerven, während das Wasser weiterläuft.

Wo der Haupthahn meistens zu finden ist

Die Wasserleitung betritt das Gebäude typischerweise im Kellergeschoss oder in einem Anschlussraum.

Dort sitzt der Wasserzähler, und am Zähler, davor oder dahinter, finden Sie den Haupthahn: ein Kugelhahn mit Hebel oder ein Schieber mit rundem Handrad. Im Eigenheim liegt er häufig an der Wand, an der die Leitung hereinkommt.

Im Gründerzeit-Altbau kann die Lage abweichen. Hier verlaufen die Leitungen in Schächten und Steigsträngen, die Absperrungen sitzen teils im Treppenhaus, im Keller oder in einer Nische hinter einer Klappe. Fragen Sie, falls Sie nicht fündig werden, die Hausverwaltung oder den Eigentümer nach dem Plan der Haustechnik.

Wer den Hahn kennt, bevor es tropft, muss im Ernstfall nur noch drehen.

Zum Abhaken im Haus

Strangventile und Wohnungsabsperrung erkennen

Ein Strangventil trennt einen Leitungsstrang ab, an dem mehrere Etagen hängen. Es sitzt meist im Keller oder im Schacht am unteren Ende des Strangs. Schließt jemand es, sind alle Wohnungen übereinander ohne Wasser. Deshalb stimmen Sie es mit der Hausverwaltung ab und bedienen es nur, wenn die betroffene Stelle nicht anders gesperrt werden kann.

Der beste Moment, den Haupthahn zu suchen, ist der, in dem noch nichts tropft.

Richtig drehen, nicht mit Gewalt

  1. Bei einem Kugelhahn bedeutet die Querstellung des Hebels zur Leitung: zu. Ein Ventil mit Handrad schließen Sie im Uhrzeigersinn, bis es spürbar fest sitzt. Drehen Sie langsam und ohne Verlängerung. Ein Rohr, ein Hammer oder eine Zange als Hebel können das Gehäuse beschädigen und den Schaden vergrößern.

  2. Lässt sich ein Ventil nicht bewegen, weil es lange nicht benutzt wurde, erzwingen Sie nichts. Notieren Sie, welches Ventil klemmt, und lassen Sie es von einem Fachbetrieb ansehen. Er kann beurteilen, ob das Ventil gängig gemacht oder ausgetauscht werden muss. Dieser Austausch ist keine Aufgabe für Laien.

  3. Anschließend öffnen Sie einen Hahn und lassen so den Druck ab. Versiegt der Austritt, sitzt die undichte Stelle hinter dem geschlossenen Ventil. Fließt es trotzdem weiter, sitzt die Stelle vermutlich vor dem Ventil, und Sie sperren eine Stufe weiter vorn ab.

Hat der Haupthahn Grenzen?

  • Ab dem Wasserzähler, also im Haus, gilt die Installation als Eigentümersache; was die Leitung davor betrifft, besprechen Eigentümer mit dem Versorger. Tritt trotz geschlossenem Haupthahn weiter Wasser aus, spricht das für eine Stelle davor. Läuft das Zählerrad, während alle Zapfstellen geschlossen sind, sitzt die Stelle dahinter, also im Haus.

  • Beides ist ein Fall für einen Fachbetrieb, nicht für eigene Versuche. Bei zugedrehtem Haupthahn bleibt das Zählerrad zwangsläufig stehen; Dichtheit lässt sich daran nicht ablesen. Auch der Blick auf den Wasserzähler hilft bei der Einordnung.

  • Auch wenn der Hahn zu ist, bleibt Restwasser in den Rohren. Stellen Sie Eimer und Tücher bereit, öffnen Sie nach dem Absperren einen Hahn, um den Druck abzulassen, und schalten Sie Geräte wie Waschmaschine oder Boiler nicht ohne Weiteres wieder ein. Wie es danach weitergeht, zeigt die Seite zum Rohrbruch.

Durchsagen zum Thema

Wer darf den Haupthahn schließen?
Im Eigenheim ja. Im Mehrfamilienhaus sperrt er alle Wohnungen: Schließen Sie zuerst das Absperrventil der Wohnung, Haupthahn oder Strangventil stimmen Sie mit der Hausverwaltung ab. Wieder geöffnet wird erst nach Beurteilung durch den Fachbetrieb.
Und wenn der Haupthahn unauffindbar bleibt?
Suchen Sie die Stelle, an der der Wasserzähler sitzt, denn der Haupthahn liegt meist direkt davor oder dahinter. In Mietshäusern hilft die Hausverwaltung mit Plänen. Im akuten Fall sperren Sie die kleinere Absperrung der betroffenen Zapfstelle und lassen sich vom Fachbetrieb die Lage zeigen.
Muss ich nach dem Absperren etwas beachten?
Öffnen Sie nach dem Schließen einen Hahn, um den Druck abzulassen, und beobachten Sie, ob der Austritt aufhört. Öffnen Sie das Ventil erst wieder, wenn die undichte Stelle von einem Fachbetrieb beurteilt ist, sonst läuft das Wasser einfach weiter.
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