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W5Wenn Wasser läuft

Nasse Lampe, nasse Steckdose – Strom und Wasser trennen

Wasser und Elektrik gehören nicht zusammen. Tritt Nässe an einer Leuchte, einer Steckdose oder einem Verteiler aus, geht es zuerst um Ihre Sicherheit und erst danach um den Schaden an Decke und Wand. Das gilt auch, wenn nur ein Tropfen zu sehen ist.

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Mieterin fotografiert einen Wasserschaden in der Küche

Warum diese Lage so gefährlich ist

Leitungswasser leitet Strom. Wo es auf spannungsführende Teile trifft, kann ein Stromschlag entstehen, ohne dass etwas knistert oder Funken sprühen. Schon ein feuchter Finger an einem nassen Lichtschalter reicht im ungünstigen Fall für einen gefährlichen Stromfluss.

Abstand halten, Strom nur am Sicherungskasten

  1. Berühren Sie nichts, was nass ist und mit Strom zu tun hat: weder die Lampe noch die Steckdose, den Schalter oder den Verteiler. Stellen Sie sich nicht in eine Pfütze unter einer tropfenden Leuchte. Halten Sie Kinder und Haustiere fern.

  2. Strom trennen Sie ausschließlich am Sicherungskasten, und zwar nur dann, wenn der Kasten trocken steht und der Weg ohne Risiko begehbar ist. Schalten Sie dort den betroffenen Stromkreis oder die ganze Wohnung aus. Ist der Weg zum Kasten nass oder führt er durch Wasser, gehen Sie nicht hin.

  3. Alles Weitere gehört einer Elektrofachkraft. Sie prüft, ob die Leitung trocken und sicher ist, und gibt den Stromkreis erst frei, wenn keine Gefahr mehr besteht. Dieser Teil ist keine Aufgabe für Laien. Auch das Öffnen von Dosen oder Abdeckungen sollten Sie unterlassen.

Erst die Sicherheit, dann das Wasser – und der Strom bleibt Fachsache.

In dieser Reihenfolge handeln

Das Wasser selbst eindämmen

  • Solange die Elektrik betroffen ist, geht es auch darum, die Wasserzufuhr zu stoppen. Sperren Sie das Absperrventil der Wohnung, wenn Sie es sicher erreichen, ohne durch nasse Bereiche zu gehen. Die Lage der Ventile beschreibt der Beitrag über den Haupthahn.

  • Ein Eimer unter der Tropfstelle ist sinnvoll, aber nur an einem Platz, an dem Sie kein elektrisches Teil anfassen. Ziehen Sie keine Stecker aus nassen Dosen und räumen Sie keine Geräte aus dem Wasser. Warten Sie, bis der Strom getrennt ist oder eine Fachkraft die Lage beurteilt hat.

  • Die Ursache liegt häufig eine Etage höher, etwa an einer Leitung oder einem undichten Bad. Informieren Sie die Bewohner dort und die Hausverwaltung. Wie solche Quellen aussehen können, beschreibt der Beitrag zum Wasserfleck an der Decke.

Nasse Elektrik ist kein Fall fürs Abwischen, sondern für die Elektrofachkraft.

Dokumentieren und Fachleute hinzuziehen

  • Fotografieren Sie aus sicherer Entfernung, was Sie sehen: die betroffene Leuchte, die Decke, den Fleck, den Boden. Verändern Sie nichts an der Stelle. Die Bilder sind später für den Fachbetrieb und für Mietvertrag, Hausverwaltung oder Versicherung nützlich.

  • Die Beseitigung der Ursache übernimmt ein Fachbetrieb für Trinkwasserinstallationen, den Zustand der Elektrik beurteilt eine Elektrofachkraft. Beide Gewerke arbeiten getrennt. Erst wenn der Wasseraustritt behoben und die Anlage geprüft ist, wird der Bereich wieder genutzt.

  • Auch ein späteres Wiedereinschalten ist nicht Sache der Bewohner. Das gilt selbst dann, wenn alles äußerlich wieder trocken wirkt und niemand mehr Nässe sieht. Ein Flackern, ein Brummen oder ein Geruch nach Verschmortem nach der Trocknung sind Anzeichen, dass die Anlage nicht in Ordnung ist. Dann gilt erneut: Strom trennen und die Elektrofachkraft rufen.

Durchsagen zum Thema

Darf ich eine nasse Lampe abmontieren?
Nein. Solange Nässe im Spiel ist und der Strom nicht sicher getrennt wurde, bleibt die Leuchte unberührt. Auch nach dem Trennen sollte eine Elektrofachkraft entscheiden, ob und wie die Lampe abgenommen und die Leitung geprüft wird.
Was, wenn der Sicherungskasten im nassen Keller steht?
Dann betreten Sie den Bereich nicht, solange Wasser am Boden steht. Der Weg zum Kasten ist dann nicht gefahrlos. Rufen Sie eine Elektrofachkraft und, wenn Wasser unkontrolliert läuft, einen Fachbetrieb. Warnen Sie die Hausbewohner, dass der Keller nicht betreten werden soll.
Reicht es, die Steckdose nach dem Trocknen wieder zu nutzen?
Nein. Feuchtigkeit kann in Dosen und Leitungen verbleiben, auch wenn die Oberfläche trocken wirkt. Erst eine Elektrofachkraft kann beurteilen, ob die Installation wieder sicher ist. Bis dahin bleibt der betroffene Stromkreis ausgeschaltet und ungenutzt.
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