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B3Bad und Armaturen

Schräger Strahl am Hahn: Kalk im Perlator

Am Auslauf vieler Armaturen sitzt ein kleines Sieb, das dem Wasser Luft beimischt. Setzt sich dort Kalk ab, spritzt der Strahl zur Seite oder fällt dünn aus. Das Teil lässt sich von Hand lösen und reinigen.

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Perlator mit Kalk wird vom Wasserhahn abgeschraubt

Was der Perlator macht

  1. Der Perlator, auch Strahlregler genannt, ist ein Einsatz aus Kunststoff oder Metall mit feinen Sieben und Kammern. Er mischt dem Wasserstrahl Luft bei, bündelt ihn und sorgt dafür, dass es nicht spritzt. Außerdem hält er grobe Partikel zurück, die mit dem Wasser kommen.

  2. Weil er direkt am Auslauf sitzt und ständig von Wasser durchströmt wird, setzt sich dort besonders leicht Kalk ab. Die feinen Öffnungen verengen sich nach und nach. Der Strahl wird ungleichmäßig, die Durchflussmenge sinkt.

  3. Sitzt Kalk im Perlator, ist das kein Defekt der Armatur, sondern ein normales Verschleißbild bei hartem Wasser. Es betrifft Eigenheime ebenso wie Wohnungen im Altbau oder in der Großsiedlung, sobald das Wasser viel Kalk enthält.

Woran Sie den Kalk erkennen

  • Typisch ist ein Strahl, der nicht mehr als geschlossener Zylinder fällt, sondern fächert oder zur Seite weicht. Manchmal tropft der Hahn nach dem Schließen nach, weil Wasser in den verkalkten Kammern steht und langsam abläuft.

  • Auch ein deutlich schwächerer Durchfluss nur an dieser einen Zapfstelle deutet auf den Perlator. Läuft das Wasser an allen anderen Hähnen im Haushalt normal, ist die Leitung nicht das Problem.

  • Weiße Krusten am Auslauf bestätigen den Verdacht. Wie es um den Kalk im ganzen System steht, zeigt der Beitrag Hartes Wasser: Kalk in Armaturen und Geräten. Dort geht es auch um Geräte, die darunter leiden.

Reihenfolge am Hahn

Schritt für Schritt von Hand

  • Ein Tuch im Becken fängt kleine Teile ab und schützt den Abfluss. Der Perlator ist ein Gewinde, das sich meist von Hand abschrauben lässt. Drehen Sie ihn gegen den Uhrzeigersinn aus dem Auslauf heraus.

  • Legen Sie die Teile des Einsatzes der Reihe nach auf das Tuch und halten Sie die Anordnung im Foto fest. Spülen Sie alles unter klarem Wasser ab. Kalkreste lösen sich mit einer weichen Bürste und etwas Geduld. Der Gummiring bleibt im Gehäuse.

  • Anschließend alles in der richtigen Reihenfolge wieder zusammensetzen und von Hand einschrauben, ohne Kraft. Probieren Sie den Strahl aus. Ist er wieder gebündelt und kräftig, war der Kalk die Ursache.

Nur mit der Hand, nur mit Wasser und weicher Bürste. Alles andere gehört dem Fachbetrieb.

Ein verkalkter Perlator lässt sich mit Handarbeit und klarem Wasser retten. Alles darüber hinaus ist Fachsache.

Wo die Grenze liegt

Sitzt der Perlator fest und lässt sich von Hand nicht lösen, wird er nicht mit Zange oder Gewalt bearbeitet.

Das Gewinde der Armatur kann dabei beschädigt werden, und das Teil ist dann nicht mehr zu retten.

Chemische Entkalker, Hausmittel und Spezialsprays bleiben tabu. Sie greifen Gummidichtungen, Beschichtungen und Metalloberflächen an und können Rückstände hinterlassen, die ins Trinkwasser gelangen. Welches Mittel für ein Material geeignet ist, weiß der Fachbetrieb.

Verformte, gerissene oder stark versinterte Einsätze müssen ersetzt werden. Das passende Ersatzteil auszuwählen und einzusetzen übernimmt ein Fachbetrieb, besonders bei Armaturen mit Spezialgewinde oder Schlauchbrause.

Wenn das Problem nicht am Auslauf sitzt

Bleibt der Strahl nach dem Reinigen schwach, liegt die Ursache weiter hinten: im Eckventil, in der Armatur selbst oder in der Leitung. Das Eckventil könnte nicht ganz geöffnet sein oder innen verkalkt. Wie Sie das prüfen, steht bei Eckventile unter Waschbecken und WC.

Durchsagen zum Thema

Warum spritzt der Strahl nach dem Reinigen immer noch?
Möglicherweise fehlt ein Teil oder die Reihenfolge stimmt nicht. Auch ein verformter Einsatz erzeugt einen unregelmäßigen Strahl. Dann hilft Nachschrauben nicht weiter. Ein Fachbetrieb prüft, ob ein Ersatzteil nötig ist und ob die Armatur selbst noch einwandfrei arbeitet.
Darf ich den Perlator einfach weglassen?
Ohne Perlator spritzt das Wasser stärker und es gelangen mehr Partikel ins Becken. Bei manchen Armaturen sitzt unter dem Einsatz ein Rückflussverhinderer. Besser ist es, das Teil gereinigt oder vom Fachbetrieb ersetzt wieder einzusetzen.
Gilt das auch für Küchenarmaturen mit Schlauchbrause?
Bei Schlauchbrausen sitzt der Strahlregler im Brausekopf, nicht im Auslauf. Das Lösen gelingt ähnlich, doch Schlauch, Gewinde und Umschalter sind empfindlich. Wer unsicher ist, lässt den Kopf zusammen mit der Armatur vom Fachbetrieb ansehen.
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